Das Thema Bildung ist in aller Munde. Häufig bleibt bei der allgemeinen Aufgeregtheit über Lehrermangel oder Schulformen auf der Strecke, dass Bildung weitaus mehr ist, als die Anhäufung von Wissen. Was ist Bildung der Gesellschaft und jedem Einzelnen wert? Welche Werte sollen künftige Generationen prägen?

Es sind grundsätzliche Fragen der Bildungspolitik, die nicht auf das Kultusministerium beschränkt sind. Bildung geht alle an. Die Magdeburgische Gesellschaft von 1990 zur Förderung der Künste, Wissenschaft und Gewerbe e.V. hat sich neben anderen dieses Thema auf die Fahnen geheftet. Vor zwei Jahren wuchs die Idee, der Bildungspolitik in Stadt und Land eine Art Orientierungslinien aus verschiedenen Blickwinkeln anzubieten.
In intensiver Arbeit sind daraus 12 „Magdeburger Thesen zur Bildungspolitik“ entstanden, die beim 1. Magdeburger Bildungssymposium am 22. Oktober in der Industrie- und Handelskammer Magdeburg eine möglichst breite gesellschaftliche Diskussion anregen sollen.
aspekt sprach dazu mit Thomas Kluger, Vorsitzender der Magdeburgischen Gesellschaft von 1990.
aspekt: Was sind das für Thesen zur Bildungspolitik, die sie auf diesem Symposium vorstellen wollen?

Thomas Kluger: Wir haben das Symposium in vier Abschnitte unterteilt. Drei dieser Abschnitte beschäftigen sich mit jeweils vier Thesen. Einmal aus ganzheitlich-christlicher Sicht, also mit den Wertevorstellungen unserer Gesellschaft in der Zukunft, aus akademisch-universitärer Sicht mit Formen und Inhalten der Wissensvermittlung, aus praktisch-pädagogischer Sicht, die sich mit der Umsetzung beschäftigt, und schließlich außerhalb der Thesenproklamierung in einem Impulsgedanken-Teil um die Anforderungen der Wirtschaft.

aspekt: Das ist ein höchst komplexes Programm für viele Tage. Wie bringt man das in einem Symposium von geplanten zwei Stunden unter?

Thomas Kluger: Das Geheimnis liegt in der intensiven Vorarbeit. Unsere Thesen sollen Diskussions- und Arbeitspapier sein und möglichst weite Verbreitung finden, weshalb wir 1000 Exemplare drucken lassen, die nach dem Symposium von Interessierten bezogen werden können. Jede These muss also auf einem A4-Blatt Platz haben.

aspekt: Wer hat diese Thesen entwickelt ?

Thomas Kluger: Wir haben lange überlegt, wer die geeigneten Persönlichkeiten dafür sind. Einerseits sollten sie möglichst nicht mehr mit dem aktiven Bildungsgeschehen verbunden sein, um von vornherein eine direkte oder indirekte Beeinflussung von Interessen auszuschließen, andrerseits war aber auch der notwendige Praxisbezug herzustellen. Ich glaube, wir haben mit der Referentenwahl eine sehr glückliche Mischung erreicht.

aspekt: Und wer sind die Referenten?

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