Qualität und Innovation sind unser Zeichen

Seit 20 Jahren gibt es die Techniker Krankenkasse (TK) in Sachsen-Anhalt. Aus einer berufsständischen Krankenkasse für Techniker, Ingenieure und Angehörige technischer Berufe, hat sie sich zu einem Unternehmen entwickelt, das heute bundesweit rund 7,6 Millionen Menschen versichert und nach wie vor großen Wert auf die Marke Qualität, Sicherheit und Innovation legt.
aspekt sprach zum Jubiläum mit Jens Hennicke, seit Oktober 1997 Leiter der TK-Landesvertretung Sachsen-Anhalt und zugleich jüngster Landeschef innerhalb des Unternehmens.

aspekt: Herr Hennicke, die TK eröffnete vor 20 Jahren in Sachsen-Anhalt ihre ersten Niederlassungen – wie war das damals so?
Jens Hennicke: Das waren schon wilde Zeiten. Wir saßen in Magdeburg in einem Büro in der Julius-Bremer-Straße, hatten nur ein Telefon, das naturgemäß ständig besetzt war, und mussten sehr viel improvisieren.

aspekt: Mit wie vielen Versicherten hat denn die TK in Sachsen-Anhalt begonnen?
Jens Hennicke: Das waren am Anfang etwas mehr als 36 000 Mitglieder. Hinzu kamen rund 20 000 Familienversicherte, also insgesamt 56 000 Menschen. Allerdings war die TK zu dieser Zeit noch eine berufsständische Krankenkasse. Das heißt, es konnte nicht jeder bei uns Mitglied werden.

aspekt: Das hat sich dann aber geändert…?
Jens Hennicke: Ja, schon wenige Jahre später zu Beginn des Jahres 1996 trat per Gesetz das freie Kassenwahlrecht für nahezu alle gesetzlichen Krankenkassen in Kraft. Das heißt jeder Versicherte kann sich seitdem frei seine Kasse auswählen. Trotzdem gibt es sogar heute noch manchmal die Frage, ob man denn bei uns überhaupt Mitglied werden könne. 7,6 Millionen Menschen bundesweit beweisen: man kann!

aspekt: Die TK entwickelte sich ja dann rasant. Bis heute haben Sie ihre Versichertenzahl gegenüber 1991 mehr als verdoppelt…
Jens Hennicke: Das stimmt! Zwischen Harz und Havel vertrauen derzeit rund 117 000 Menschen auf uns. Dennoch ruhen wir uns auf diesem Wachstum nicht aus, sondern arbeiten ständig an uns.

aspekt: Was heißt das konkret?
Jens Hennicke: Wir haben uns bis zum vergangenen Jahr in einem mehrjährigen Prozess völlig neu aufgestellt und die größte Umstrukturierung unserer 125jährigen Geschichte durchgeführt. Etliche Arbeitsfelder wurden vollkommen neu organisiert und so die Produktivität und Effizienz unseres Unternehmens deutlich gesteigert. Während vor einigen Jahren rein rechnerisch auf jede Vollzeit-Mitarbeiterin bzw. -mitarbeiter rund 450 Versicherte entfielen, sind es heute fast doppelt so viele.

aspekt: Läuft man da nicht Gefahr, die Mitarbeiter zu überlasten?
Jens Hennicke: Das muss nicht sein. Wir sind gerade vom Magazin „Focus Money“ zum fünften Mal in Folge zu Deutschlands bester Krankenkasse gewählt worden, weil Preis und Leistung stimmen. Ein entscheidendes Kriterium war auch, dass die TK ihren Kunden viele innovative Angebote und Leistungen gewährt, ohne einen Zusatzbeitrag zu erheben.
Die andere Seite der Medaille ist natürlich die Zufriedenheit der Mitarbeiter. Wer wissen will, wie zufrieden sie in einem Unternehmen sind, fragt sie am besten selbst. Das Forschungsinstitut „Great Place to Work“ macht genau das jedes Jahr wieder. Auch 1.000 TKler wurden 2010 bundesweit per Zufallsprinzip ausgewählt und anonym befragt. Das Ergebnis: Rund neun von zehn Mitarbeitern gaben an, sehr zufrieden mit ihrem Arbeitsplatz zu sein und sicherten der TK so den zweiten Platz beim Wettbewerb „Deutschlands beste Arbeitgeber“. Damit schaffte es die TK bei diesem Wettbewerb bereits zum vierten Mal unter die Top 3 der Unternehmen mit mehr als 5 000 Mitarbeitern. Im Jahr zuvor durften wir sogar die Goldmedaille in Empfang nehmen.

aspekt: Sie haben das Stichwort Zukunft gerade genannt. Wie lautet ihre Prognose zur Anzahl von Krankenkassen in den nächsten Jahren?
Jens Hennicke: In den siebziger Jahren gab es deutschlandweit noch über 1.800 Kassen. Heute sind es rund 150 und ich gehe davon aus, dass wir in zehn Jahren noch maximal 30 bis 50 Kassen haben werden. Und da werden wir mit unserer Marke und deren Kennzeichen Innovation, Sicherheit und Qualität dabei sein.

aspekt: Können Sie Beispiele für Innovationen nennen?
Jens Hennicke: Natürlich. Die Übernahme von Reiseimpfungen gehört beispielsweise dazu, die Gebärmutterhalskrebs-Impfungen oder der Selbstbehalttarif. Bei vielen dieser Dinge waren wir der Vorreiter, und das wollen wir auch künftig bleiben.

aspekt: Das betrifft ja vorrangig die Prävention. Was aber, wenn ich nun schon krank bin?
Jens Hennicke: Nehmen wir als Beispiel die integrierte Versorgung, die wir in Sachsen-Anhalt im Rahmen unseres landesweiten Projektes „integra“ umgesetzt haben. Um die ambulante und stationäre Versorgung besser zu vernetzen, sind hier neben der TK drei Krankenhäuser, eine Rehabilitationsklinik und zahlreiche niedergelassene Mediziner verschiedener Fachrichtungen eingebunden.
Stellt einer der beteiligten Ärzte fest, dass ein Eingriff vorgenommen werden und der Patient für eine Operation in ein Krankenhaus aufgenommen werden muss, so überweist er ihn nicht einfach in eine Klinik. Das Neue daran ist, dass mit unserem Integrationsvertrag der Arzt, der die Diagnose gestellt hat, nun bei seinem Patienten bleibt, die OP in einem der drei betreffenden Häuser selbst durchführt und ihn anschließend weiter betreut. Das ist ein Riesenvorteil für den Patienten, weil er seinen vertrauten Arzt behält. Das vermeidet kostenintensive Doppeluntersuchungen und damit zugleich unnötige Belastungen für die Patienten.
Auch sonst sind die Vorteile für die Versicherten beachtlich. Sie profitieren von kürzeren Klinikaufenthalten, brauchen weniger Medikamente, sind schneller wieder an ihrem Arbeitsplatz und sind mit der Behandlung insgesamt zufriedener. Das hat eine wissenschaftliche Auswertung von rund 2.500 integra-Fällen durch das Forschungs- und Entwicklungsinstitut für das Sozial- und Gesundheitswesen Sachsen-Anhalt (FEISA) belegt… womit wir wieder bei den Stichworten Sicherheit und Qualität wären.

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