Frauenpolitisches Kabarett von Sunna Huygen. Sachsen-Anhalts Fraktion der Linken hatte die Künstlerin zum Weltfrauentag in den Landtag eingeladen.
Foto: Katja Müller

„Gerechtigkeit kennt kein Geschlecht – Ungerechtigkeit schon…“ – unter diesem Motto lud die Fraktion DIE LINKE. im Landtag von Sachsen-Anhalt gemeinsam mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt auch in diesem Jahr zum Weltfrauentag ein.

Eva von Angern, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Swen Knöchel, Fraktionsvorsitzender der Landtagsfraktion verwiesen eingangs auf die Historie des Frauentages und auf die hart erkämpften Rechte und Errungenschaften von und für Frauen. Diese Rechte müssen heute aufs Neue verteidigt werden. Auch Petra Sitte, parlamentarische Geschäftsführerin der Linksfraktion im Bundestag betonte die doppelte Bedeutung des Frauentages als Feiertag und als Kampftag.

Genau das war die inhaltliche Brücke für den Hauptteil des Abends mit dem frauenpolitischen Kabarett von Sunna Huygen. Die Künstlerin analysierte die Stellung der Frau in unserem Land und in der Welt, prangerte in aller Deutlichkeit Sexismus und die anhaltende unakzeptable Lage von Flüchtlingen an. Mal satirisch spitz, mal nachdenklich nahm sie die Gesellschaft unter die „gleichstellungspolitische Lupe“ und hielt ihr den Spiegel vor: ironisch, melancholisch –  aber immer schonungslos offen.
„Seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt!“. Mit diesem Zitat von Günter Eich formulierte Sunna Huygen einen Auftrag an die Gesellschaft:  Seid unbequem! Prangert Missstände nicht nur an, sondern tragt aktiv dazu bei, sie zu beseitigen!