Der Förderverein Theater Magdeburg e. V. übergab in diesen Tagen während einer feierlichen Gala seine Förderpreise an junge Künstler des Mehr-Sparten-Theaters der Landeshauptstadt Magdeburg.

Es ist die mittlerweile 24. Förderpreisverleihung dieser Art. Der Förderpreis soll als Unterstützung der künstlerischen Entwicklung der Tänzer und Tänzerinnen, Schauspieler, Sänger und Musiker wirken. Außerdem soll er auch als Zeichen der Anerkennung und des Danks für erbrachte Leistungen verstanden werden.

Je ein Ensemblemitglied aus den drei Sparten des Theaters wurde ausgezeichnet. Die Wahl der Jury fiel – in Anrechnung der Leistungen der vergangenen Spielzeit und des persönlichen Engagements innerhalb des Künstler-Kollegiums – in diesem Jahr auf die Tänzerin Narissa Course, auf die Sängerin Raffaela Lintl und die Schauspielerin Carmen Steinert.

Auch 2019 wurde ein Freundschaftspreis vergeben – der Preisträger, der erst während der Gala bekanntgegeben wurde, heißt in diesem Jahr Andreas Loos.

Diese Auszeichnung ist für Menschen vor, in und hinter den Kulissen gedacht, die sich bereits einen langen Zeitraum für die Belange des Theaters und seiner Beschäftigten persönlich und künstlerisch einsetzen.

Und das sind die Preisträger 2019

Narissa Course stammt aus Bristol, wo sie auch ihre Tanzausbildung begann.

Sie studierte später unter anderem an der Royal Ballet School London, tanzte am Ballet Theatre UK und in Kopenhagen, bevor sie 2014 zum Ballett Magdeburg kam. Im Flamenco-Doppelabend „Bluthochzeit/Lorca“ gab sie ihr Magdeburg-Debüt. Besonders aufmerksam wurden

ihre Darbietungen in „Le Corsaire“ und „America Noir“ wahrgenommen.

Seit der Spielzeit 2016/2017 ist Raffaela Lintl Ensemblemitglied am Theater Magdeburg und glänzte bereits als Erste Dame in „Die Zauberflöte“, als „Csárdásfürstin“ und „Gräfin Mariza“ so –

wie als Dvořáks „Rusalka“. Ihr Weg nach Magdeburg indes war von Stationen in renommierten Häusern (Deutsche Oper Berlin, Staatsoper Hamburg) und Wettbewerbspreisen gekennzeichnet. 2014 war sie Stipendiatin der Richard-Wagner-Stipendienstiftung.

Carmen Steinert wurde in Graz geboren, lebte dann in Halle (Saale), Oberösterreich und Wien, bevor es sie für das Schauspielstudium wieder nach Graz verschlug. Mit ihrem Erstengagement in Magdeburg kam sie zurück nach Sachsen-Anhalt und debütiert als Ismene in der Eröffnungsinszenierung „Antigone und Ödipus“ von Schauspieldirektorin Cornelia Crombholz. Seit der Spielzeit 2017/2018 ist sie festes Ensemblemitglied im Theater Magdeburg.

Den Freundschaftspreis erhielt der aus Russland stammende Andreas Loos.

Er begann seine tänzerische Ausbildung an der Privatschule für Ballett in Minusinsk und der Staatlichen Ballettschule in Krasnojarsk, woran sich ein Studium an der Ballettschule der Oper Leipzig unter Uwe Scholz und an der Palucca-Schule in Dresden anschloss.

Nach Gastengagements in Saarbrücken und Görlitz war er von 1999 bis 2008 im Ballett der Landesbühnen Sachsen engagiert und tanzte auch als Gast an der Semperoper in Dresden. Seit 2008 ist er im Ballett Magdeburg engagiert.