Wer mit gerade 18 Jahren Tag für Tag bei Sonnenaufgang auf der Elbe für den Erfolg paddelt, der hat Unterstützung verdient. aspekt sucht Sponsoren für Chris Weber, der seine ganze Kraft diesem schönen Sport widmet.


Der Weg an die Spitze beginnt früh. Wenn in den zurückliegenden Wochen gerade die Wintersonne aufgegangen war, saß Chris Weber bereits vor seiner Arbeitszeit als Auszubildender bei der IHK Magdeburg schon im Kanu auf dem Verbindungskanal zwischen Zollhafen und Elbe am Magdeburger Werder. Den Trainingsbeginn bestimmt die Sonne, denn im Dunklen ist es auf dem Wasser zu gefährlich. Und stoppen können ihn bei seinem Eifer nur die Eisschollen, doch die sind allmählich der Sonne gewichen, so dass der athletische 18jährige wieder mit den Paddeln das Wasser durchpflügen kann.
Dort am Werder ist auch seit 2008 sein Trainingsstützpunkt. Doch die Kanutenkarriere begann viel früher.

In Schönebeck geboren, zog er bald nach Barby um. Der Ort hat eine lange Kanutradition und einen Verein, der sich auch um die Jugend kümmert. Hier entdeckte man den großgewachsenen Erstklässler, der beste körperliche Voraussetzungen für den Kanurennsport mitbrachte. So lernte Chris Weber mit den ersten Buchstaben des Alphabets auch das Einmaleins des Kanusports. Er denkt gern an die Zeit des Anfangs zurück, als er, noch etwas wacklig im Boot, aber mit viel Spaß und Enthusiasmus die ersten Meter auf der Elbe zurücklegte. Hier in Barby verstand man es, Technik und Leistungswillen zu entwickeln, den Jugendlichen zu den ersten Erfolgen zu führen.
Als 13jähriger wurde aus dem Freizeitpaddeln Leistungssport, nahm er erstmals bei den Schülern A an einer Deutschen Meisterschaft teil und holte auch gleich den Titel nach Barby. Das war der Durchbruch, bei dem die Trainer des SC Magdeburg auf ihn aufmerksam wurden, ihn nach Magdeburg holten, einer Hochburg des Kanurennsports in Deutschland.
Es folgte das Sportinternat und dann die Aufnahme einer Ausbildung bei der IHK Magdeburg. Wie schafft man das alles? Der bescheidene junge Mann lacht: „Ganz einfach. Im Sportinternat hieß das von 7 Uhr bis 12.30 Uhr Schule, dann bis 19 Uhr Training. Und das von Montag bis Sonnabend. Der Sonntag ist frei, wenn nicht gerade Wettkämpfe sind. Jetzt, als Azubi, da geht es vor der Arbeit bei Sonnenaufgang los, und dann nach der Arbeit weiter.“
Und die Freizeit? Und wieder kommt die Antwort ganz ruhig und selbstverständlich: „Die ist natürlich knapp. Aber da hat man Freunde im Verein, man ist gemeinsam auf Reisen, erlebt vieles. Das ist schon alles ok.“
Der junge, disziplinierte Sportler nimmt diese Dinge so, wie man sie nehmen muss, wenn man Erfolg haben will.Und das will er. 2010 gewann er die Deutsche Meisterschaft über 21 Kilometer und wurde Vizemeister über 6000 Meter. Im Vorjahr errang er den 2. Platz im Zweier über 1000 Meter beim Internationalen Juniors Cup in Brandenburg, wurde erneut Vizemeister im Zweier über 6000 Meter bei den Deutschen Meisterschaften sowie 4. im Einzel über 1000 Meter.
Und das große Ziel für dieses Jahr? Chris Weber überlegt nicht lange: „Eine Medaille bei der Europameisterschaft in der Junioren-Nationalmannschaft wäre natürlich super.“ Wer den jungen Sportler näher kennt, weiß, dass dies nicht so dahingesagt ist. Er kann seine Leistung gut einschätzen, unrealistische Höhenflüge sind nicht sein Ding.
Aber vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt. Chris Weber kann das nur bestätigen. Etliche Trainingslager sind zu absolvieren, nicht alle liegen in der Nähe. Sie sind allerdings wichtig für den Erfolg, werden aber nur geringfügig vom Verband bezuschusst. Einen großen Teil muss der Auszubildende zusammen mit seiner Mutter selbst bestreiten. Das ist nicht immer leicht, weshalb Sponsoren, die ein Herz für den Sport, ganz speziell für den Kanusport haben, sehr willkommen sind.
aspekt möchte mit seinen Mitteln diese Suche unterstützen. Unternehmen, Einzelpersonen, Sportbegeisterte, die auch mit kleinen Beiträge einen außerordentlich hoffnungsvollen Kanuten unterstützen wollen, können sich bei aspekt, bei der IHK Magdeburg oder dem SCM melden.