Wenn ein Getränkekarton im Mülleimer verschwindet, dann gehen zahlreiche Rohstoffe, die in der Metall- oder Plastikbeschichtung stecken, unwiderruflich verloren. Doch was passiert, wenn dieser Karton, wie es sein sollte, in der entsprechenden Tonne landet? In Merseburg in Sachsen-Anhalt arbeitet ein Unternehmen, das mit einem ausgeklügelten Verfahren die verschiedenen Grundstoffe trennt und so aufbereitet, dass sie wie neu wieder der Produktion zur Verfügung stehen.

Mit dem traditionellen Spatenstich für den zweiten Bauabschnitt der neuen Betriebsstätte der Aluminium und Kunststoffe AG (APK AG) in Merseburg (Saalekreis) wurde die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens unterstrichen.  Die APK AG gewinnt mit einem einzigartigen Verfahren aus Produkten, die aus Kunststoff-Metall-Verbunden hergestellt sind, die dort enthaltenen Kunststoffe und Metalle zurück und bringt diese wieder in den Rohstoffkreislauf ein. Die erste Verfahrensstufe des Prozesses war Mitte 2010 mit etwa 30 Mitarbeitern in Betrieb genommen worden. Nach Unternehmensangaben wird die APK AG nach Inbetriebnahme des Werkes voraussichtlich Ende 2011 rund 70 Mitarbeiter beschäftigen. Das Unternehmen investiert mehr als 30 Millionen Euro.

Die APK AG kann über ein spezielles chemisch-physikalisches Verfahren die in Verbundmaterialien – wie z. B. Getränkekartons – enthaltenen Kunststoffe und Metalle zurück gewinnen und dem Rohstoffkreislauf wieder als Neuware zuführen. Die gereinigten Produkte haben den Charakter von Neuware, sind jedoch aufgrund des geringeren Energieaufwands bei der Herstellung sehr viel kostengünstiger und sparen wertvolle Rohstoffe.

Ansässig ist das Unternehmen im ValuePark® in Merseburg. Der Name steht für ein Industriepark-Konzept der Dow Olefinverbund GmbH. Die dort ansässigen Unternehmen sind eingebunden in vielfältige Stoffströme, Liefer- und Produktionsketten und das gemeinsame Service- und Sicherheitsmanagement. Das Merseburger Innovations- und Technologiezentrum ist ein Kompetenzzentrum für Kunststofftechnik.

Dr.Wolfgang L. Lindner ist Vorstandsvorsitzender der APK AG. Mit seiner Erfahrung als langjähriger Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Kunststoffrecycling, DKR GmbH, und als Unternehmer hat er den Grundstein für die APK AG gelegt. Nach seiner Promotion an der RWTH Aachen über die Wechselwirkung von organischen Lösungsmitteln und Kunststoffen, führte ihn sein Weg in die chemische Kunststoffsparte der Bayer AG, wo er verantwortlich für die Entwicklung und den Aufbau von Kunststoffproduktionsanlagen war..

Hintergrund:Als Investor fungiert unter anderem die MIG Verwaltungs AG (MIG) als Beratungsgesellschaft einer für Privatanleger konzipierten MIG Fonds. Die MIG Fonds investieren in junge, nicht börsennotierte Unternehmen im deutschsprachigen Raum und haben ein Gesamtvolumen von mehr als 500 Millionen Euro.

Die MIG ist Fondsinitiatorin und Komplementärin der MIG Fonds 1 – 6. Beginnend mit dem MIG Fonds 7 ist die HMW Emissionshaus AG Initiatorin und Anbieterin des jeweiligen Beteiligungsangebots.. Die einzelnen Fonds bieten jungen innovativen Unternehmen die Chance auf dringend benötigtes Eigenkapital. Gleichzeitig bietet das Fonds-Konzept einer Vielzahl von Privatanlegern Gelegenheit, auch mit kleineren Beteiligungsbeträgen direkt am möglichen Wachstum und Erfolg dieser Unternehmen teil zu haben. Das Portfoliomanagement und die Verantwortung für die Auswahl der Beteiligungsunternehmen liegen bei der MIG. Der Vertrieb der MIG Fonds liegt exklusiv bei der Alfred Wieder AG.