Das Krisenfass ist wohl die spektakulärste Entwicklung der CARBONIT Filtertechnik GmbH aus Salzwedel, die kürzlich als „Unternehmen des Monats“ in Sachsen-Anhalt ausgezeichnet wurde.

Dieses Fass stellt ein autonomes System aus speziellen Filtern sowie einer außerordentlich robusten Technik zum Ansaugen von verschmutztem Wasser, seiner Reinigung und die Bereitstellung als Trinkwasser dar. Das Ganze funktioniert ohne Strom, kann dank seiner kompakten Konstruktion in einem Metallfass untergebracht werden und eignet sich somit auch zum Abwurf aus Flugzeugen oder Hubschraubern. Angesichts von aktuellen Naturkatastrophen kann mit diesem Krisenfass schnell trinkbares Wasser gewonnen werden, was unter Umständen Leben retten hilft.

Die Firma, die in Salzwedel 20 Mitarbeiter beschäftigt, stellt international patentierte, vollständig abbaubare Aktivkohle-Blockfilter aus nachwachsenden Rohstoffen zur Filtration von Flüssigkeiten her. Die erzeugten Filterelemente werden u. a. in der Gastronomie, in der Medizin- und Pharmaindustrie sowie in privaten Haushalten eingesetzt. Die Filter werden auch in Krisengebieten zur Filtration von verunreinigtem Trinkwasser verwandt. Das sogenannte Krisenfass arbeitet im Gegensatz zu herkömmlichen Anlagen ohne den Einsatz von Chemikalien, benötigt weder Strom noch einen Wasseranschluss und ist deshalb in unzugänglichen Gebieten gut einzusetzen.

Die mehrfach wegen ihrer innovativen Produkte ausgezeichnete CARBONIT Filtertechnik GmbH ist eine Tochter der Westa-Holding GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Gütersloh (Nordrhein-Westfalen). Das Familienunternehmen gehört zu den Marktführern in Deutschland und Europa für hochwertige Filterelemente zur Aufbereitung von Trinkwasser.

Ver- und Entsorgung aus einer Hand

Im Chemie- und Industriepark Zeitz  siedelt sich die Bioraffinerie Elsteraue GmbH an und schloss dazu ein Kooperationsabkommen mit der Infra-Zeitz Servicegesellschaft. Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff  setzte den ersten Spatenstich zur Errichtung der Bioraffinerie Elsteraue GmbH.

Das Unternehmen beschäftigt sich mit der Herstellung und Einspeisung von Grüngas aus biogenen Substraten durch Verkettung von mechanischen, thermischen, biologischen und chemischen Prozessen sowie mit der Herstellung von Düngemitteln als Nebenprodukt. Es investiert rund 9,5 Millionen Euro in das Vorhaben und schafft damit neun Dauerarbeitsplätze.

Das Kooperationsabkommen mit der Servicegesellschaft des Parks sichert die Versorgung der hier angesiedelten Unternehmen mit den für den Produktionsprozess notwendigen Medien. Außerdem entsteht eine hochmoderne, modular erweiterbare Entsorgungs- und Aufbereitungsanlage.

Eigener Strom fürs Salzbergwerk

Das Kaliwerk in Zielitz nördlich von Magdeburg gehört weltweit zu den leistungsfähigsten Kaliwerken.

Die K+S KALI GmbH, Werk Zielitz, investiert 15,4 Millionen Euro in ihr eigenes Kraftwerk, das nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung mit einer Effizienz von etwa 90 Prozent arbeitet. Da das Unternehmen für die Versorgung aller Produktionsbereiche unter und über Tage große Mengen an elektrischer Energie und Dampf benötigt, soll nun mit der Anschaffung einer zweiten Dampfturbine die Energieeffizienz des Kraftwerks weiter verbessert werden. Damit erhöht sich der Eigenstromanteil auf etwa 95 Prozent, sodass der Strombedarf im Kaliwerk nahezu vollständig selbst gedeckt werden kann.

Die K+S- Gruppe mit ihrem Hauptsitz in Kassel (Hessen) gehört weltweit zur Spitzengruppe der Anbieter von Spezial- und Standarddüngemitteln, von Pflanzenpflege- sowie Salzprodukten. Ende 2009 beschäftigte das Unternehmen weltweit etwa 15 200 Mitarbeiter, davon etwa 1720 in Zielitz. Seit 1993 wurden durch die K+S-Gruppe über 450 Millionen Euro in den Kalisalzbergbau des Landes Sachsen-Anhalt investiert.