Der Unternehmerinnenpreis Sachsen-Anhalt ist im Laufe der Jahre zu einer Institution geworden. Immerhin bereits zum elften Mal wird er ausgelobt, was in Deutschland in dieser Kontinuität einmalig ist.

Traudel Gemmer, Präsidentin des Verbandes selbstständiger Frauen in Sachsen-Anhalt, startet nun schon zum elften Mal den jährlichen Wettbewerb zur „Unternehmerin des Jahres“. In dieser Kontinuität ist dieser Ausscheid einmalig in Deutschland.
Foto: Jens Wolf/ZB-dpa

Am 20. Oktober ist es wieder soweit, dass in Magdeburg in den Lichthöfen von regiocom, seit vielen Jahren ein zuverlässiger Partner des Wettbewerbs, die Preisträgerinnen gekürt werden. Doch bis dahin wartet jede Menge Arbeit auf die Jury, denn ab sofort können sich Unternehmerinnen oder Gesellschaften, die mehrheitlich von ihnen geleitet werden, um den begehrten Preis bewerben.
aspekt sprach dazu mit Traudel Gemmer, Präsidentin des AMU, Verband selbständiger Frauen e.V., der gleichzeitig Veranstalter des Wettbewerbs ist.

aspekt: Wer kann sich denn um den Unternehmerinnenpreis 2017 bewerben?

Traudel Gemmer: Veranstalter des Wettbewerbs ist der AMU -Verband selbstständiger Frauen e.V. Angesprochen sind vor allem hauptberuflich selbstständig tätige Frauen mit Firmensitz in Sachsen-Anhalt. Sie sollten mindestens seit zwei Jahren selbstständig sein. Bewerben können sich aber ebenso Unternehmerinnen oder Unternehmerinnenteams aller Branchen – unabhängig von der Unternehmensgröße  – also auch Einzel-Unternehmerinnen und Freiberuflerinnen. Zu beachten ist lediglich, dass bei Bewerbungen von Gesellschaften die Bewerberin mindestens 50 Prozent der Anteile halten und die Geschäfte führen muss.

aspekt: Kann eine Unternehmerin, die schon einmal den Preis errungen hat, sich erneut bewerben?

Traudel Gemmer: Ehemalige Gewinnerinnen des Unternehmerinnenpreises Sachsen-Anhalt sind damit nicht vom Wettbewerb ausgeschlossen. Allerdings sollten mindestens zwei  Jahre nach der ersten Prämierung vergangen sein.

aspekt: Wie muss denn eine Bewerbung aussehen?

Traudel Gemmer: Ein wenig Zeit muss man sich schon nehmen, denn die Bewerberinnen erhalten einen ausführlichen Fragebogen zu ihrem Unternehmen. Schließlich wollen die dazu berufenen Mitglieder des Verbandes selbständiger Unternehmerinnen eine Vorauswahl  treffen, und später sollen sich natürlich die Jurymitglieder ein möglichst umfassendes Bild von den Unternehmen  machen können.

aspekt: Und was für Fragen sind das beispielsweise?

Traudel Gemmer: Neben den allgemeinen Angaben zum Unternehmen sind das beispielsweise Fragen zum Geschäftsmodell, welche Ziele damit verfolgt werden, was das Unternehmen von Wettbewerbern unterscheidet, Fragen zur Unternehmenskultur, zur Nachhaltigkeit oder zu Energieeffizienz gehören ebenso dazu, wie zu wichtigen Stationen bei der Unternehmensentwicklung oder dem Engagement für soziale oder regionale Projekte.

aspekt: Das hört sich ganz schön kompliziert an.

Traudel Gemmer: Ist es aber nicht. Vieles davon ist bei den Unternehmerinnen ganz selbstverständlich, aber erst, wenn man es aufschreibt, wird bewusst, was eigentlich alles so geleistet wird.

aspekt: Und wie geht es dann weiter?

Traudel Gemmer: Nach Ende der Einreichungsphase werden alle Einsendungen überprüft. Da geht es dann um Vollständigkeit der Angaben, Einhaltung der Fristen und weitere Formalien. Der AMU-Verband beurteilt dann die zum Wettbewerb zugelassenen Bewerbungen. Eine Fachjury, die sich aus einer Vielzahl von Expertinnen und Experten zusammensetzt – darunter erstmals auch die Wirtschaftsförderer des Landes – wählt dann in jeder Kategorie eine Siegerin aus. Diese werden erst bei der Preisverleihung bekanntgegeben. Allerdings wird zuvor im September eine Liste von drei möglichen Gewinnerinnen/Nominierten je Kategorie veröffentlicht.

aspekt: Das bedeutet, dass in diesem Zeitraum auch der Einsendungsschluss für die Bewerbungen liegt?

Traudel Gemmer: Natürlich. Einsendeschluss ist der 15. September, und danach wird dann die Nominiertenliste veröffentlicht.

aspekt: Das erhöht ja dann nochmal richtig die Spannung. In welchen Kategorien werden denn Preise verliehen?

Traudel Gemmer:  Also da ist die Unternehmerin Sachsen-Anhalt 2017 für Unternehmen mit bis zu fünf Mitarbeitern, die Unternehmerin Sachsen-Anhalt 2017 mit sechs oder mehr Mitarbeitern sowie die Managerin Sachsen-Anhalt 2017. Darüber hinaus bekommen alle bis zu vier Eintrittskarten für die Gala-Preisverleihung, denn schließlich sollen auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter  oder Verwandte die Chance haben, an der Ehrung teilzuhaben.

aspekt: Und wann genau findet diese Gala samt der Siegerehrungen statt?

Traudel Gemmer: Die Preisverleihung erfolgt am Freitag, 20. Oktober 2017 um 18  Uhr in den Lichthöfen der Firma regiocom in Magdeburg.

 

Fragen zum Unternehmerinnenpreis oder zur Bewerbung?
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E-Mail: lisa. tetzlaff@bpc-akademie. de