Domfestspiele1

Die Sponsoren, ohne die die 6. Domfestspiele nicht möglich gewesen wären, präsentieren mit den Organisatoren Georg Bandarau (li) und Domprediger Giselher Quast (re) das Plakat für die Festspiele.
Foto: ProM

Passend zum aufwändig gestalteten Domplatz bietet der Magdeburger Dom mit den Domfestspielen vom 25. Mai bis zum 1. Juni 2014 ein Veranstaltungsfeuerwerk der Sonderklasse. Bereits zum sechsten Mal finden die Festspiele statt und sind schon längst ein nicht mehr wegzudenkender Höhepunkt im Kulturleben der Otto-Stadt.
Erstmalig eine ganze Woche lang gibt es neben Instrumental- und Chormusik, Theater und Ballett auch eine musikalische Lesung. Schon lange bevor die ersten Programmpunkte feststanden und Stadtmanager Georg Bandarau zusammen mit dem Domprediger Giselher Quast an der komplizierten Organisation feilten, lagen die ersten Kartenwünsche auf dem Tisch. Und sie kamen nicht nur aus Magdeburg, sondern aus ganz Deutschland und auch aus dem Ausland.
Die Magdeburger Domfestspiele, gerade mal fünf Jahre alt, haben sich in kulturinteressierten Kreisen wegen der erstklassigen Künstler und der Experimentierfreudigkeit der Veranstalter einen Namen gemacht. Das ist auch in diesem Jahr so. Der Dom hat in seiner jahrhundertealten Geschichte mit Sicherheit noch nie erlebt, wie sich das Aufeinandertreffen von argentinisch-französischem Tango mit der kühlen Architektur der Gotik verträgt. Am Freitag, dem 30. Mai passiert genau das. „Tango meets Gotik“ heißt das Programm. Die Besucher erwartet ein sinnliches Tangokonzert mit Starbesetzung. Und danach folgt eine weitere Attraktion. Die Konzertbesucher haben nämlich die Möglichkeit, sich zu einer nächtlichen Turmbesteigung anzumelden, die gleich nach dem Konzert stattfindet. Dieses nur selten mögliche Erlebnis, vom Domturm über das nächtliche Magdeburg zu blicken, hinterlässt einen bleibenden Eindruck.
Eröffnet werden die Domfestspiele am Sonntag, dem 25. Mai um 16 Uhr mit einem Chorkonzert des berühmten „Southwell Cathedral Choir“ aus Großbritannien. Der traditionsreiche Chor mit zwölf Knaben und zwölf erwachsenen professionellen Sängern bietet Musik bedeutender Komponisten, wie William Byrd, Henry Purcell und Benjamin Britten.
Am Dienstag, dem 27. Mai zieht das 13. Jahrhundert in die Heiligen Hallen ein. Das Theaterensemble der Evangelischen Domgemeinde entführt in ein Stück aus der Geschichte des Doms. Es stammt aus der Feder des Pfarrers Gunter Haupt, war fast vergessen, und wurde zum 650. Jahrestag der Weihe des Doms wieder „ausgegraben“. Regisseur Joachim Bachmann hat sich der berührenden Geschichte des Dombaumeisters angenommen, der in der Auseinandersetzung mit dem Erzbischof um steinerne Figuren letztlich seine Tochter verewigt. Die Inszenierung ist eng mit bekannten Magdeburger Persönlichkeiten, wie Mechthild von Magdeburg und Eike von Repgow, verknüpft.
Himmlisch wird es am Mittwoch, 28. Mai, ab 21 Uhr in der „Nacht zu Christi Himmelfahrt“. Stephan Michme und seine Band präsentieren eine Mischung aus Konzert, Standup und Lesung rund um die Ottostadt Magdeburg und laden die Besucher der 6. Domfestspiele ein, die Stadt einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Denn es sind Geschichten, Erlebnisse und Eindrücke von Magdeburgern, die der Sänger und Moderator Stephan Michme an diesem Abend erzählen wird. Und auch an diesem Abend haben die Konzertbesucher nach Anmeldung ab 23 Uhr die Möglichkeit, den Domturm zu besteigen.
Am Donnerstag, dem 29. Mai, lässt das Ensemble KONbarock, das aus herausragenden Solisten und Dozenten des Konservatoriums Georg Philipp Telemann besteht, gemeinsam mit Kammersängerin Ute Bachmaier beim „Festlichen Konzert zu Christi Himmelfahrt“ ausgewählte Werke des großen Komponisten Johann Sebastian Bach erklingen. Das Konzert „Bach pur 3“ ist die Fortsetzung des Konzerts „Bach pur 2“ aus dem vergangenen Jahr. Geleitet wird es von der Violinistin und Konzertmeisterin Viktoria Malkowski sowie dem Dirigenten Helge Scholz.
Das Oratorium „Paulus“ des Komponisten und Organisten Felix Mendelssohn Bartholdy wird am Samstag, 31. Mai, um 18 Uhr erklingen. Es ist der ganz große Auftritt des Domchors, denn das seinerzeit beliebteste Oratorium wird vor allem durch große, machtvolle Chöre geprägt. Unter der Leitung von Dom-Organist Barry Jordan erklingen die Stimmen von Grit Wagner, Lucia Cervoni, Peter Diebschlag und Jörg Hempel, die sowohl vom Magdeburger Domchor als auch von der Kammermusik Potsdam auf klassischen Instrumenten begleitet werden.
Glanzvoller Abschluss der Domfestspiele ist das Ballett „Vom Saulus zum Paulus“. Das Ballett des Nordharzer Städtebundtheaters mit sakralen Szenen fokussiert die Bekehrung des Christenverfolgers Saulus zum Apostel Paulus. Ausdrucksstarker Tanz, dynamische Musik und atmosphärische Chorgesänge verschmelzen mit der Architektur des gotischen Doms zu einem großartigen Gesamtkunstwerk.
Karten für die Domfestspiele gibt es bei biber-Ticket unter 01805/12 13 10, bei allen biber Ticket-Vorverkaufsstellen oder unter www.biberticket.de.