Unter vier Augen…

…mal ehrlich: Ich kann das Gedöhns von Euro, Rettung, Schirme, Fiskalpakt, Katastrophe und Bankenrating nicht mehr hören und sehen! Trotzdem: Gelabert wird wie eh und je, aber der Ton hat sich verändert.
Kürzlich auf dem G20-Gipfel platzte EU-Kommissionschef Barroso der Kragen: „Offen gesagt: wir sind nicht hierhergekommen, um Nachhilfestunden in Demokratie oder Wirtschaftsführung zu erhalten. Die Schuldenkrise stammt doch aus den USA und nicht aus Europa.“
Mann, oh Mann! Da muss aber Frust angestaut gewesen sein. Der US-Präsident sagte folgerichtig das Treffen mit den europäischen Gipfelteilnehmern dann auch kurzfristig ab. Es bestehe kein Gesprächsbedarf mehr.
Unsere Kanzlerin meinte, so lange sie lebe, werde es keine Eurobonds geben.
„So lange sie lebe“ – es geht also nicht mehr um Schulden oder Rettungsschirme, sondern um Leben und Tod. Wie groß muss die Verzweiflung sein, wenn man in solchen Tönen spricht?
Was meinen Sie?

Tapsi

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