Wann ist ein Meer ein Meer?

In diesen Tagen gab es eine internationale Konferenz der Anrainerstaaten des Kaspischen Meeres. Streitpunkt und Anlass war die Definition, ob das Kaspische Meer ein Meer oder ein See ist.

Nach internationalem Recht spielt das eine bedeutende Rolle. Ist es ein See, dann erfolgt eine gleichmäßige Aufteilung der vorhandenen Bodenschätze. Ist es jedoch ein Meer, dann gilt die Aufteilung nach einem Schlüssel, der die Küstenlängen der jeweiligen Anrainerstaaten als Grundlage nimmt. Von dort aus gerechnet wird dann die Zone abgesteckt, ab der die internationalen Gewässer beginnen.

Ist das Kaspische Meer ein Meer oder ist es ein See? Das ist keine Frage nur für juristische Experten, sondern eine politisch und wirtschaftlich hochbrisante Streitfrage für den Bau einer transkaspischen Pipeline. Das spielt bei Shah Deniz eine Rolle, eine der größten Öl- und Gaserschließungen der Welt.

Ein Satellitenbild des Kaspischen Meeres. Aber je nach Interessenlage hätte man lieber gern einen anderen Namen.

Von der Definition hängt ab, wer welche Bodenschätze fördern darf. Es geht um Erdöl und Erdgas im Wert von mehreren Billionen US-Dollar. Aber diese Frage ist auch für den Bau einer transkaspischen Pipeline relevant.

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