Als neues An-Institut mit dem Schwerpunkt Neurohabilitation ist das NRZ Magdeburg auf Antrag der Medizinischen Fakultät vom Senat der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg  anerkannt worden. Die MEDIAN Klinik NRZ Magdeburg ist ein Neurologisches Zentrum für stationäre, ambulante und medizinisch-berufliche Rehabilitation.

Therapeutische Behandlung im NRZ in Magdeburg. Foto: MEDIAN

Therapeutische Behandlung im NRZ in Magdeburg.
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In dem Kooperationsvertrag ist festgelegt, dass Universität und An-Institut intensiv auf dem Forschungsgebiet der Neurorehabilitation und der restaurativen Neurologie mit dem Ziel zusammenarbeiten, ihre Forschungsaktivitäten aufeinander abzustimmen, die Forschungseinrichtungen beider Vertragsparteien optimal zu nutzen und eine enge Verbindung von Forschung und Lehre zu schaffen.

 

Prof. Dr. Michael Sailer Foto: MEDIAN

Prof. Dr. Michael Sailer
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„Dies ist eine ganz neue Dimension der Kooperation und der wissenschaftlichen Anbindung“, betont der wissenschaftliche Leiter des An-Instituts, Prof. Dr. Michael Sailer, der die Stiftungsprofessur für Restaurative Neurologie und moderne Bildgebung an der Otto-von-Guericke Universität inne hatte und jetzt Ärztlicher Direktor der MEDIAN Klinik NRZ Magdeburg und Flechtingen ist. Mit der Gründung des An-Instituts für Neurorehabilitation am NRZ Magdeburg etabliert sich ein weiterer Partner im regionalen und internationalen Netzwerk am wissenschaftlichen Neurostandort Magdeburg.

 

Eine intensive Neurorehabilitation ist vor allem nach einer Schädigung des zentralen Nervensystems wie nach einem Schlaganfall, nach einer Gehirn- oder Rückenmarksoperation oder einer entzündlichen Erkrankung wichtig, um wieder eine bestmögliche Teilhabe des Patienten zu erreichen. Prof. Sailer: „Die Forschung auf diesem Gebiet an der Magdeburger Uniklinik zusammen mit dem NRZ Magdeburg richtet sich auf die Untersuchung und Entwicklung neuer Strategien bei gestörter Motorik, Sprache oder Kognition. Das Ziel ist, eine positive Lernerfahrung zu aktivieren.“ Dies wird zum Beispiel mit der Methode untersucht, die als „Brain Computer Interface“ (BCI) bekannt ist.

 

Die vom Patienten produzierten Hirnsignale steuern die Stimulation der Muskulatur der gelähmten Extremität und unterstützen den Lernprozess. Die gezielte Förderung von Lernprozessen im Rahmen der Neuroplastizität spielt in der Neuro-Reha eine grundlegende Rolle, sodass in gezielten Projekten eine wissenschaftliche Aussage über die unterschiedlichen neuen und altbewährten Rehabilitationsstrategien mittels moderner Bildgebung vorgenommen werden kann.